Duisburg, 19. Oktober 2010, Schnelles Handeln fordert jetzt CDU-Fraktionschef Rainer Enzweiler beim Straßenverkehrsamt: Es kann nicht angehen, dass diese zentrale, städtische Behörde auf Dauer vollkommen unterbesetzt ist. Derzeit sind nicht weniger als neun von insgesamt 20 Mitarbeitern krank, zum Teil auf Dauer. Die CDU-Fraktion fordert, dass die Stadt jetzt endlich etwas gegen den hohen Krankenstand bei diesem Amt und bei anderen Behörden unternimmt, und zwar schnell und ganz konkret. Enzweiler verweist darauf, dass der Krankenstand aller städtischen Mitarbeiter aktuell bei rund zehn Prozent liegt. „Hier sind Verwaltungsvorstand und Amtsleiter dringend gefordert. Kein privates Unternehmen kann sich solch exorbitante Krankenstände leisten.“

Der Fraktionschef will auch die längst angekündigte Digitalisierung aller Verwaltungsabläufe, Stichwort Digital City Duisburg, vorantreiben: „Die digitale Umstellung aller Dienstleistungen, auch in der Straßenverkehrsbehörde, muss jetzt schnell erfolgen“, betont der CDU-Mann. Die Digitalisierung kann Abläufe deutlich beschleunigen und alle Beteiligten entlasten – sowohl die Verwaltung als auch die Kunden, sprich Bürger.“

Den hohen Krankenstand beim Amt sieht Enzweiler als Skandal: „Mit kluger  Personalsteuerung und -führung hätte man verhindern können, dass das Straßenverkehrsamt permanent unterbesetzt ist und anscheinend in Teilen chronisch kränkelt. Da überrascht es nicht, dass sich die verbliebenen Mitarbeiter mit der hohen Zahl der täglichen Kunden auf Dauer überfordert fühlen. So ist es kein Wunder, dass sich der eine oder andere Mitarbeiter der Behörde längst innerlich verabschiedet hat!“

Das wiederum habe längst Folgen für den gesamten Betriebsablauf im Straßenverkehrsamt. „Seit Jahren klagen Kunden über lange Schlangen und Wartezeiten. Jetzt kommt es auch noch zu Tumulten, die auch die abgestellten Sicherheitsleute kaum zurückhalten können.“

So verständlich der Unmut vieler Kunden jetzt auch sei, er drücke zusätzlich auf die Motivation der verbliebenen Mitarbeiter und steigere keineswegs ihre Produktivität. Die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter im Großraumbüro dieses Amtes kann nur durch ihre dauerhafte Entlastung und eine unmissverständliche Personalführung gesichert werden!“ Jetzt dürfe nicht mehr an den Symptomen herumgedoktert  werden: „Jetzt muss sich etwas Grundlegendes in der Behörde ändern!“, so Enzweiler.

Ein erster positiver Schritt aus Sicht der CDU ist sicherlich, dass sich der Ordnungsdezernent für die aktuellen Zustände entschuldigt und dass fünf Kollegen in Kürze ihren Dienst aufnehmen wollen.