Duisburg, 17. August 2018. Die fristlose Kündigung der Geschäftsführerin der Werkstatt für Menschen mit Behinderung war die einzig richtige Antwort auf die Vorgänge um das stark überhöhte Gehalt, zumal Frau Rogg noch nachträglich versucht, ihr Fehlverhalten zu rechtfertigen.

Bei den überhöhten Gehältern haben mehrere Sicherungssysteme der Gesellschaft versagt:

 -           Der Aufsichtsrat, der die Geschäftsführung kontrollieren sollte, hatte angeblich keine Kenntnis von den Vorgängen.

 -           Die Wirtschaftsprüfer, die regelmäßig für die Werkstatt die Jahresabschlüsse erstellt haben, müssen sich ebenfalls hinterfragen lassen. Nachdem sich vor Jahren ein ähnlicher Fall bei den damals städtischen Kliniken am Kalkweg ereignet hatte, bestand für alle Gesellschaften mit städtischer Beteiligung die Anweisung, das Verhältnis zwischen Geschäftsführung und Gesellschaft besonders sorgfältig zu prüfen. Dabei hätte auffallen müssen, dass die Zustimmung des Aufsichtsrates fehlte und das Gehalt der Geschäftsführung stark überhöht war. Der Wirtschaftsprüfer hätte auf diese Umstände hinweisen müssen, hat er aber offensichtlich nicht. Wieso nicht?

 -    Bei Gesellschaften mit mehrheitlich städtischer Beteiligung wird das Gehalt des Geschäftsführers in deren Jahresabschlüssen veröffentlicht. Bei der Werkstatt für Menschen mit Behinderung war dies nicht der Fall. Wieso war die Geschäftsführerin gegen die Veröffentlichung? Wieso haben die Gesellschafter sich nicht gegen die Weigerung der Geschäftsführerin aufgelehnt? Dass das Versagen der Kontrollmechanismen auf ganzer Breite erfolgte, kann Zufall sein, ist aber schwer zu glauben. Deshalb fordert die CDU-Fraktion die vollständige Aufklärung der Vorgänge. 

 Fraktionschef Rainer Enzweiler betont: „Nach meiner Auffassung können Regressansprüche gegen Frau Rogg und die Wirtschaftsprüfer bestehen. Frau Rogg wusste, dass ein Beschluss des Aufsichtsrates zu ihren Gehaltserhöhungen fehlte. Sie war damit bösgläubig. Sie kann sich deshalb nicht darauf berufen, dass sie das zu viel erhaltene Gehalt bereits ausgegeben habe“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende weiter. „Ich erwarte, dass mögliche Regressansprüche rechtlich geprüft und auch durchgesetzt werden.“