Duisburg, 26.04.2018 - Zu viele Staus, zu viele Engpässe, zu viele Umleitungen – und zu viel genervte Bürger.  Nicht erst die letzten zehn Tage haben es gezeigt: Die Sperrung der A 59, der Duisburger Nord-Süd-Achse war unumgänglich, hatte in großen Teilen des Stadtgebiets aber große, unangenehme Folgen.  Auch wenn es mehrere, gleichzeitige Großbaustellen in einem Ortsteil gibt – wie zuletzt in Rheinhausen, Ruhrort oder Meiderich führt das regelmäßig zu erheblichen Problemen im Straßenverkehr. In den letzten Jahren häufen sich Situationen wie diese.

 Daraus haben SPD und CDU im Rat der Stadt jetzt die Konsequenzen gezogen: In Kürze soll die Verwaltung einen Baustellen-Manager im technischen Dezernat einsetzen. Die beiden Ratsfraktionen gaben der Verwaltung jetzt einen entsprechenden Prüfauftrag. Der Baustellen-Manager soll besser als bisher die parallelen Baustellen in den sieben Duisburger Bezirken in den 26 Ortsteilen koordinieren und abstimmen.

 „Zunächst einmal sind die regen Bautätigkeiten ein sehr gutes Signal, denn sie zeigen, dass erheblich in die Duisburger Infrastruktur investiert wird“, erklärt Herbert Eickmanns, planungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Bestimmte Fördermittel seien oft auch in einem engen Zeitkorridor zu verausgaben, was zwangsläufig zu parallelen Baustellen führe. „Eine bessere Verzahnung der vielen Bauvorhaben könnte die Bürgerinnen und Bürger aber entlasten“, so Eickmanns.

 „Wir begrüßen diesen Schritt ausdrücklich“, so CDU-Fraktionschef Rainer Enzweiler. „Letztlich ist diese Maßnahme auch überfällig, weil sich gerade in den letzten zwei Jahren die Zahl der Baustellen im gesamten Stadtgebiet stark erhöht hat, damit aber auch die Zahl der Staus, Engpässe, Umleitungen und Schleichwege durch Wohngebiete, wie nicht erst die notwendige Sperrung der A 59 gezeigt hat.“

 Ein stringentes Baustellen-Management könne für eine bessere zeitliche und örtliche Abstimmung sorgen, so Enzweiler weiter. Er wies darauf hin, dass diese Koordinatoren in den anderen Kommunen wie in der Hansestadt Hamburg bereits erfolgreiche Arbeit leisteten. „Die Erfahrungen mit diesen Baustellen-Managern in diesen Städten sind ermutigend. Dort hat sich dieses Instrument bewährt.“