Duisburg, 22. März 2018 - Mit klaren Worten lehnen Umweltpolitiker der Ratsfraktion und die CDU-Fraktion im Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl die geplante Errichtung einer großen Schadgut-Deponie auf der bestehenden Bergehalde Lohmannsheide im Süden Baerls ab.

„Wenn hier nahe dem Rhein in Baerl 15 Jahre lang die Riesenmenge von 5,64 Millionen Tonnen Material der Schadstoffklasse 1 abgekippt wird, drohen langfristig Umwelt- und Gesundheitsschäden weit über den Deponiebereich hinaus“, erklären Jörg Brotzki, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion sowie Klaus Radny, Sprecher der CDU-Fraktion. „Denn es ist nachgewiesen und dokumentiert, dass auf der Bergehalde bereits seit Ende des Zweiten Weltkriegs gefährliches Schüttgut und chemische Substanzen in großer Menge jahrzehntelang deponiert wurden, wie die Baureste der ehemaligen, im Zweiten Weltkrieg errichteten Kraftstoff-Gewinnungsanlage in Moers-Meerbeck.

 Der Antragsteller und mögliche Betreiber, die Haldengesellschaft DAH1 in Herten, will  15 Jahre 3,4 Millionen Kubikmeter Material auf die bestehende Halde kippen. Das könnte zur Folge haben, dass der Druck von Millionen Tonnen Material der Deponie den Untergrund der Halde in die Ströme des Grundwassers presst. Dabei könnten gefährliche Stoffe wie giftige Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe frei gesetzt werden, bestätigte die frühere Landesregierung auf Anfrage der MdL Petra Vogt (CDU). Das so belastete Grundwasser fließt mit seinen Strömen dann viele Jahre in den nur wenige hundert Meter entfernten Rhein. Gleich neben der geplanten Deponie befindet sich ein Pumpwerk. „Eine Gefährdung für die Umwelt am Niederrhein und den Niederlanden und für die Gesundheit der Bevölkerung kann man nicht ausschließen.“

 Auch die CDU-Ratsfraktion in Moers hat sich eindeutig gegen die Deponie  ausgesprochen. Denn auch Moerser Stadtgebiet ist betroffen, wenn das Großprojekt realisiert wird: „15 Jahre lang würden an jedem Werktag bis zu 27 Lkw-Transporte pro Stunde durch die Ortsteile Eick, Utfort und Meerbeck führen. Viele Anwohner würden unzumutbar mit Lärm und Dieselabgasen belastet. Das sehen wir wie unsere Moerser Parteifreunde“, so Brotzki und Radny. Ihr Fazit: „Es gibt ausreichend andere Standorte für die Deponierung von DK1-Material in NRW. Daher sollte die Bezirksregierung Düsseldorf den Antrag auf Errichtung einer Großdeponie in Baerl ablehnen. An diesem Standort ist sie ist eine Gefahr für die Umwelt und die Gesundheit der Bürger.“