CDU hat bereits im Mai eine wirtschaftlich machbare Fortsetzung des Badbetriebs aufgezeigt.

Peter Griebeling Peter Griebeling

Kurz vor der Bundestagswahl vollzieht die Duisburger SPD eine 180-Grad-Kehre bei ihrer Position zum Homberger Kombibad. Weil der Bundestagskandidat plötzlich „alles für den status quo" tun will, wollen die Genossen nun sogar einen soliden Gegenfinanzierungsvorschlag erarbeiten, wie Mahmut Özdemir jetzt mitteilt. Dies hat die CDU-Fraktion bereits im Mai mit einem entsprechenden Antrag im Rat getan. Vor diesem Hintergrund wirkt das Umdenken bei der SPD nur noch wie ein billiges Wahlkampfmanöver, sagt der sportpolitische Sprecher der CDU, Peter Griebeling. „Grundsätzlich begrüße ich natürlich das neue Interesse am Kombibad und freue mich, dass die SPD nun der Position unserer Fraktion folgen will. Aber ich bezweifele doch sehr, dass dahinter ein wirkliches Umdenken steht."

Seriöse Politik für den Bürger sieht nach Ansicht von Peter Griebeling jedenfalls anders aus: „Weil Herr Özdemir schnell noch ein paar Stimmen in seinem Wahlkreis abgreifen will, gefällt er sich nun in der Rolle des Kombibad-Retters. Aber der Wähler wird nicht vergessen, welche Ratsfraktion stets für den Erhalt des Kombibads gekämpft hat – die CDU."

Mit einem entsprechenden Antrag in der Ratssitzung vom 13. Mai, hat die CDU bereits eine wirtschaftlich machbare Lösung für das Kombibad aufgezeigt. Vier mögliche Badbetreiber sollten angefragt werden und der Betrieb bis dahin unter Trägerschaft von DuisburgSport weitergeführt werden. „Die von der SPD bisher vorgerechneten Einsparungen durch Schließung des Freibades und Verpachtung des Hallenbades sind aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. Wir stehen im Rat für eine konstruktive Debatte zur Fortsetzung des Kombibades immer bereit. Allerdings muss sich die SPD schon fragen lassen, ob sie nachhaltig planen und wirklich für die Zukunft des Kombibades arbeiten will", sagt Griebeling.

Dass die Stadt dem Duisburger Schwimm- und Sportclubs nun womöglich eine Abfindung zahlen muss, weil bereits ein Pachtvertrag für das Hallenbad entsteht, ist für Griebeling ein weiteres Zeichen für die Planlosigkeit der SPD-Fraktion.