Die Duisburger CDU-Fraktion kritisiert die NRW-Landesregierung für die weiterhin unzureichende finanzielle Ausstattung der Kommunen in der Flüchtlingsfrage. „Der Innenminister rechnet sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Auf Basis völlig veralteter Daten vom Stichtag 1. Januar 2014 errechnet er eine Pauschale für die Kostenerstattung des Landes an die Kommunen. Tatsächlich müssen die Städte derzeit fünfmal so viele Flüchtlinge aufnehmen, wie das Land in seiner Berechnung zugrunde legt. Erst 2016 soll sich daran etwas ändern. Das ist viel zu spät", kritisiert der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Enzweiler.

Weniger als ein Drittel der tatsächlichen Kosten, die der Stadt durch die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge derzeit entstehen, werden aktuell vom Land erstattet. „Andere Bundesländer wie Bayern, Mecklenburg-Vorpommern oder das Saarland machen vor, wie wirkliche Unterstützung für die Kommunen aussieht: Dort werden 100 Prozent der Kosten übernommen. NRW macht es sich viel zu einfach, wenn die Landesregierung bei ihren Berechnungen noch nicht mal die Kosten für die spätere Integration der Flüchtlinge berücksichtigt. Kita, Schule, Wohnen und Gesundheitsvorsorge sind Faktoren, die bisher komplett bei den NRW-Kommunen hängen bleiben. So wird es nie gelingen, die Herausforderungen vor Ort zu meistern", sagt Enzweiler abschließend.