Der Name ist neu, die Probleme nicht. Aus Norske Skog Walsum wurde Walsum Papier. Ob und wie es in der Papierfabrik im Duisburger Norden jedoch mittel- und langfristig weitergeht, kann derzeit nicht einmal der Geschäftsführer sagen. Die CDU-Fraktion ließ sich jetzt vor Ort erklären, welche Optionen für die rund 300 Mitarbeiter und die Fabrik auf dem Tisch liegen. Die Belegschaft hofft auf neue Investoren.

„Die Situation für die Mitarbeiter ist lähmend und unerträglich. Sie müssen darauf setzen, dass die laufende Produktion von der Gläubigerversammlung immer wieder verlängert wird, um Investoren von der Leistungsfähigkeit des Werkes zu überzeugen. Das Walsumer Werk und die Belegschaft haben definitiv eine Zukunft verdient", sagte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Susen nach dem Werksbesuch.

Im Gespräch mit dem Geschäftsführer und dem Betriebsratsvorsitzenden des Werks wurde deutlich, dass die Probleme des Unternehmens nur mit frischem Geld von außen zu lösen sind. Tiefdruckpapier, wie es in Walsum für hochwertige Magazine und Prospekte hergestellt wird, findet zunehmend weniger Käufer. Die Printkrise der Medien ist gleichzeitig eine Krise für die Papierindustrie.

„Nischenprodukte sind mit den riesigen Anlagen in Walsum kaum gewinnbringend zu produzieren. Das Werk ist auf Masse ausgelegt", sagt Susen. Eine Umstellung auf Verpackungsmaterial könnte die Lösung sein, die Branche profitiert vom zunehmenden Versandhandel im Internet. „Dafür muss das Werk in Walsum aber neu ausgerichtet werden, dies kostet Geld. Wir als CDU werden unsere Möglichkeiten voll ausschöpfen, um dem Werk zu helfen", sagt Susen abschließend.