Die CDU sieht dringenden Handlungsbedarf in dem Viertel, dass durch eine zunehmende Trinkerszene und große Leerstand gebeutelt ist und schlägt unter anderem ein Alkoholverbot vor. „Alle Fraktionen im Rathaus sind eingeladen, uns bei der Umsetzung des Konzeptes zu helfen", sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Enzweiler.

Unter dem Titel „Konzeption für die Innenstadt im Bereich Kuhstraße und Kuhtor" hat die CDU-Fraktion detailliert die identifizierten Probleme und Lösungsansätze für das westliche Ende der Einkaufsstraße aufgelistet. Das Ziel ist eindeutig: „Kuhtor und Kuhstraße dürfen nicht zur Schmuddelecke der Innenstadt verkommen. Der Bereich muss vielmehr als Bindeglied zwischen Altstadt und Innenstadt fungieren", sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Enzweiler.

Vor rund einem Jahr hat die Fraktion deshalb intensiven Kontakt zu den Einzelhändlern im genannten Bereich gesucht und einen entsprechenden Arbeitskreis gegründet. In allen Gesprächen mit den Händlern wurde die ausufernde Trinkerszene als Hauptproblem benannt. „Es geht nicht nur um den Konsum. Durch Pöbeleien und Vandalismus wird Lauf- und Stammkundschaft der angrenzenden Geschäfte verschreckt. Der Exodus alteingesessener Händler hat längst begonnen. Wenn wir ihn stoppen wollen, müssen wir uns wirksam um die Trinkerszene kümmern", sagt Enzweiler.

Die CDU-Fraktion setzt dafür auf eine Mischung aus ordnungsrechtlichen und sozialpolitischen Maßnahmen. „Uns geht es nicht um eine Verdrängung der Abhängigen und Kranken. Uns geht es darum, durch niederschwellige Angebote und Fördermaßnahmen die Szene von der Straße zu holen", sagt CDU-Ratsfrau Svenja Crookes-Dudziak, Leiterin des CDU-Arbeitskreises „Innenstadt" und Diplom-Sozialpädagogin. Dabei lohne sich ihrer Ansicht nach der Blick über den Tellerrand: „In Dortmund hat man gute Erfahrungen mit einer Trinkerstube gesammelt, in Essen feiert das Projekt „Pick Up" Erfolge. Ähnliche Maßnahmen könnten auch in Duisburg erfolgreich umgesetzt werden."

Zu diesen sozialpolitischen Ansätzen will die CDU-Fraktion ordnungsrechtliche Maßnahmen stellen. „Die Stadt muss deutlich machen, dass Saufgelage in der Innenstadt nicht länger toleriert werden. Wir setzen daher auf ein striktes Alkoholverbot im Bereich Kuhtor außerhalb der dort ansässigen Gastronomie. Dieses Verbot muss konsequent umgesetzt werden, parallel sollen die neuen Betreuungsangebote durch die Ordnungskräfte in der Szene publik gemacht werden", erläutert Enzweiler.

Die CDU-Fraktion bittet ausdrücklich alle demokratischen Fraktionen im Duisburger Stadtrat zu einem Dialog auf Basis des vorgelegten Konzeptes. „Das Kuhtor und die Kuhstraße ist eine Visitenkarte der Duisburger Innenstadt. Die Duisburger Politik ist gefordert, die Probleme in diesem Bereich endlich nachhaltig zu lösen", sagt Enzweiler.

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