Die Zelte für 150 Asylbewerber stehen weiterhin auf dem Sportplatz in Walsum. Ob sie jemals Menschen beherbergen werden, ist noch nicht abschließend geklärt. Klar ist jedoch, dass der Aufbau, die Bereitstellung und der Abbau des Zeltlagers unnötig Steuergelder gekostet haben. Wieviel genau, will die CDU-Fraktion nun von der Verwaltung erfragen.

Bundesweit sorgte die Zeltstadt in Walsum, die nach den Plänen der Stadtverwaltung für 150 politisch verfolgte Menschen zur vorübergehenden Heimat werden sollte, für Schlagzeilen. Erst nach massivem öffentlichem Druck hat die Bezirksregierung Arnsberg die Zuteilung der Flüchtlinge in Richtung Duisburg vorerst gestoppt. Doch die Peinlichkeit bleibt. In Form der Zeltstadt, die weiterhin auf dem Sportplatz bereitgehalten wird. In Form der Schlagzeilen, die Duisburg wieder einmal negativ in Erinnerung gerufen haben. Und in Form der sinnlos verbrannten Steuergelder, die bereits jetzt für Auf- und Abbau sowie die Bereithaltung der Zelte ausgegeben worden sind.

„Wir rechnen mit einem sechsstelligen Betrag, den die Stadt für dieses menschenunwürdige Lager ausgegeben hat. Eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung werden wir im nächsten Haupt- und Finanzausschuss stellen", sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Enzweiler. Das Beispiel der Zeltstadt steht nach Ansicht des CDU-Parteivorsitzenden in einer Reihe unglücklicher und unvermögender Vorstellungen der Stadtverwaltung und ihres Oberbürgermeisters: „Als dem OB klar wurde, wie groß die negative Wirkung seiner Pläne war, hat er sich hinter seinem Sozialdezernenten versteckt. Ähnlich war sein Verhalten bereits bei der Absage der Totlast-Ausstellung. Im Hauptausschuss wird er sich aber unserer Frage stellen müssen", sagt Thomas Mahlberg.