„Der Gesetzentwurf verbessert nachhaltig den Kinderschutz in Deutschland: Das Kind rückt stärker in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die bundesweiten Erfahrungen zeigen, dass auf verschiedenen Feldern des Kinderschutzes Handlungsbedarf besteht. Auch in Duisburg offenbarte sich in letzter Zeit, dass dringend ein wirksames Kinderschutzgesetz, das auch präventive Maßnahmen vorsieht, auf den Weg gebracht werden muß. Der von Bundesfamilienministerin Schröder vorgestellte Referentenentwurf setzt diesen Auftrag um,“ so Peter Ibe, schulpolitischer Sprecher der CDU und Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. Der Ausbau der frühen Hilfen stellt eine entscheidende Verbesserung dar: Die Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren des Kindes ist der CDU ein wichtiges Anliegen. Dadurch werden junge Eltern ermutigt, in einer für die Kindesentwicklung zentralen Phase Hilfen zum Aufbau einer förderlichen Eltern-Kind-Beziehung in Anspruch zu nehmen. Der geplante Einsatz von Familienhebammen – so wie der Jugendhilfeausschuss schon mehrmals angeregt hat – flankiert diesen Ansatz. Dafür stellt das Bundesfamilienministerium 30 Millionen Euro pro Jahr ab 2012 bereit. Peter Ibe (CDU): „Zu begrüßen ist die Verbesserung der Zusammenarbeit der Jugendämter, um das so genannte Jugendamt-Hopping zu verhindern. Damit sind Eltern gemeint, die sich durch Wohnungswechsel dem Kontakt mit den Behörden entziehen wollen. Darüber hinaus ist es gelungen, im Gesetzentwurf zentrale Zwischenergebnisse der Beratungen des Runden Tisches "Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich" aufzugreifen. So werden die Träger der öffentlichen Jugendhilfe zur Entwicklung, Anwendung und Evaluation fachlicher Standards in Form von Handlungsleitlinien und Qualitätskriterien verpflichtet. All diese Maßnahmen führen zu einer deutlichen Verbesserung des Kinderschutzes in Duisburg und Deutschland.