Petra Vogt, CDU-Fraktionsvorsitzende, kann über das Handeln des Bau- und Planungsdezernenten Jürgen Dressler nur den Kopf schütteln: „Herr Dressler sieht sich anscheinend nur seinem eigenen Ego aber nicht seiner eigentlichen Aufgabe, die Stadt Duisburg in bau- und planungsrechtlichen Belangen zu unterstützen bzw. gar zu leiten, verpflichtet. Wie bereits schon häufig in der Vergangenheit stiftet Herr Dressler durch sein befremdliches Agieren gegenüber potenziellen Investoren mal wieder Chaos. Die möglichen Konsequenzen aus Herrn Dresslers egozentrischem und selbstherrlichem Verhalten müssen dann wir alle – die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Duisburg - tragen.“ Wie bereits seit Monaten in der Öffentlichkeit bekannt ist, plant die Krieger-Gruppe den Bau eines großen Möbelhauses auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs. Jetzt wurde bekannt, dass nach intensiven Verhandlungen der Krieger-Gruppe mit dem Bau- und Planungsdezernenten kein Bebauungsplanentwurf in der Ratssitzung am 6. Dezember – wie zunächst angekündigt wurde – beraten und beschlossen wird. Jürgen Dressler führt angebliche Widersprüche von Landesbehörden als Grund für die Nichtaufstellung des Bebauungsplans an. Gleichzeitig führt er aber anscheinend in der ganzen Zeit parallel Geheimverhandlungen mit einem anderen potenziellen Möbelhausbetreiber für die Bebauung der Brachfläche neben dem Ikea-Standort in Hamborn. „Das ist ein unmöglicher Stil. Ein solches Verhalten des Planungsdezernenten Jürgen Dressler beeinträchtigt das Vertrauen in die Stadt in erheblicher Weise. Auch wenn Herr Dressler im nächsten Jahr wahrscheinlich die Verwaltung verlassen muss, weil seine Wahlzeit ausläuft, ist dieses keine Entschuldigung, bis dahin durch ständige Alleingänge und abstruse Planungen aufzufallen. Dass jetzt sogar seine Parteigenossen von der SPD sein Verhalten abkanzeln, ist ein deutliches Zeichen, dass selbst die SPD gemerkt hat, dass Jürgen Dressler diese Stadt nicht mehr weiterentwickeln kann. Wir erwarten daher von Herrn Dressler die notwendigen Planungsdrucksachen für das Güterbahnhofsgelände im Vorlauf der Dezembersitzung des Rates vorzubereiten und zur Beschlussfassung in die zuständigen Gremien und den Rat einzubringen“, so Thomas Susen, planungspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion.