Die CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Vogt ist erschüttert über die Vorgänge bei der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (wfbm): „Falls die Vorwürfe gegen die ehemalige Prokuristin zutreffen sollten, wäre dies ein handfester Skandal, für die die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Deswegen verlangt die CDU-Fraktion eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge. Wir fordern den Oberbürgermeister auf, alle Unterlagen der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Verfügung zu stellen und durch das Rechnungsprüfungsamt die fraglichen Vorgänge selbst prüfen zu lassen. Es kann nicht sein, dass in einer Gesellschaft, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, für unterstützungsbedürftige Menschen da zu sein, sich Leute auf Kosten von anderen bereichern. Für mich stellt sich auch die Frage, warum diese Vorgänge niemanden – auch nicht dem Aufsichtsrat unter seinem langjährigen Vorsitzenden Reinhold Spaniel – früher aufgefallen sind.“ Nachdem die neue Geschäftsführerin der Werkstatt Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Handwerkerleistungen festgestellt hat, wurde die Prokuristin mit sofortiger Wirkung beurlaubt und wird in den nächsten Tagen fristlos gekündigt. Die Prokuristin soll - wie auch ein früherer, mittlerweile verstorbener Geschäftsführer der Gesellschaft – im Gegenzug für erteilte Aufträge von den betroffenen Handwerkern Dienstleistungen in ihren privaten Immobilien zum Schnäppchenpreis gefordert haben. „Soweit diese Vorwürfe stimmen sollten, muss das gesamte Ausmaß des Schadens festgestellt werden. Insofern bin ich sehr froh, dass der Oberbürgermeister seit kurzem selber Aufsichtsratsvorsitzender ist und diese Vorwürfe rest- und lückenlos aufklären lassen wird. Neue Besen kehren bekanntlich gut, “ so Petra Vogt (CDU) abschließend.