Für die CDU-Fraktionsvorsitzende, Petra Vogt, steht fest, dass es ohne Einschnitte bei der anstehenden Aufstellung des Haushalts nicht gehen wird: „Allen Beteiligten müsste klar sein, dass die Stadt Duisburg in den nächsten Jahren massiv sparen muss. Wie und wo das geschehen wird, wird die Fachverwaltung, insbesondere der Kämmerer, uns vorschlagen müssen. Wir werden unsere Sparvorschläge mit in die Beratungen der nächsten Monate einfließen lassen, um zu einem halbwegs erträglichen Sparpaket zu kommen. Allerdings möchte ich direkt die Leitlinie der CDU-Fraktion bei der Aufstellung des neuen Haushalts feststellen: Wir werden bestimmt nicht mit dem „Rasenmäher“ durch alle Aufgabengebiete gehen und pauschal kürzen, dennoch werden sich sämtliche Fachbereiche einer kritischen Betrachtung, die insbesondere die Überprüfung der Notwendigkeit bestimmter Aufgaben umfasst, unterziehen müssen. Ebenso wie die Kernverwaltung sind auch die städtischen Gesellschaften Teil des „Konzern Stadt“ und werden sich an dem Sparpaket beteiligen müssen. Inwieweit freiwerdende Stellen neu besetzt werden können, muss auch davon abhängig gemacht werden, welche Aufgaben künftig weg fallen bzw. nicht mehr in dem Maße erfüllt werden. Die Verwaltung wird sich auch personell in den nächsten Jahren verändert aufstellen müssen. Trotzdem wird es mit uns keine betriebsbedingten Kündigungen in der Stadtverwaltung geben, genauso wie wir das ablehnende Verhalten des Regierungspräsidenten zur Beförderung von sage und schreibe 14 Mitarbeitern (!) der Verwaltung einfach für kleinkariert und äußerst demotivierend für die Mitarbeiterschaft halten. Gleichzeitig müssen wir auch in der Krisenzeit Schwerpunkte setzen und diese müssen nach Ansicht der CDU insbesondere die Bereiche Schule und Bildung, Qualifizierung von Arbeits- und Erwerbslosen sowie Investitionen in die Infrastruktur der Stadt sein. Die Wirtschaftsförderung sowie eine nachhaltige Stadtplanung sind unerlässliche Instrumente für den wirtschaftlichen Aufschwung unserer Stadt. Mein Appell geht besonders an die Bundesregierung, Duisburg und weitere notleidende Städte von den nicht zu gerechtfertigten Lasten des Solidarpakts Ost zu befreien. Wir brauchen auch von der Bundesregierung ein Zeichen, dass unser Sparwille, der nicht ohne schmerzhafte Einschnitte gehen wird, von anderer Seite unterstützt wird. Auch über eine Reform oder Ersatz der Gewerbesteuer, die durch ihre Schwankungen in Krisenzeiten uns immer doppelt trifft, muss ernsthaft auf Bundesebene verhandelt werden.“