5. März 2018 - Der Rat der Stadt hat das Alkoholverbot in der Duisburger Innenstadt bis Sommer 2021  verlängert – eine breite Mehrheit im Stadtrat stimmte dafür.

CDU-Fraktionschef Rainer Enzweiler sieht sich bestätigt: "Wir haben lange für das Alkoholverbot im Zentrum gekämpft, denn wir wollen die City unseren Bürgern und den Besuchern unserer Stadt langfristig als attraktiven und sicheren Ort zum Einkaufen, Bummeln und Flanieren präsentieren. Insbesondere am Kuhtor und auf der Kuhstraße war die Situation vor dem Alkoholverbot für Kunden und Passanten nicht länger hinnehmbar. Das haben uns sämtliche Geschäftsleute immer wieder geschildert, wir haben es auch selbst regelmäßig beobachtet."

 Enzweiler weiter: "Das Alkoholverbot hat das Problem in weiten Teilen gelöst. Das haben die  Ergebnisse der Evaluation des Verbots klar gezeigt. Zwar ist die Szene nicht gänzlich verschwunden, das gehört auch zur Wahrheit dazu", so der Fraktionschef. Doch die erhobenen Daten zeigten auch: "Seit Verhängung des Alkoholverbotes hat sich die Szene deutlich zerstreut. Die Zahl der unschönen Vorfälle, Verrichten der Notdurft in der Öffentlichkeit, Belästigungen von Passanten, lautstarke Auseinandersetzungen untereinander etc. hat deutlich abgenommen. Umfragen zeigen: Passanten fühlten sich sicherer und wohler. Und die Einkaufsmeile König‑/Kuhstraße ist erkennbar sauberer geworden. Das sind zweifellos erste Erfolge des Alkoholverbots."

 Jetzt gehe es vor allem darum, die klar verbesserte Situation im Zentrum zu stabilisieren, so der für die Innenstadt zuständige Ratsherr Jörg Brotzki weiter. "Da ist es nur konsequent, das Alkoholverbot in der City um drei Jahre zu verlängern. Natürlich will die CDU-Fraktion, dass es rund um die Königstraße sicher, sauber und attraktiv bleibt. Daher haben wir uns auch für eine Verlängerung der Maßnahme eingesetzt."

 Ratsfrau Svenja Crookes-Dudziak, maßgebliche Mitinitiatorin der Idee, hält es für richtig und notwendig, dass den Menschen, die im öffentlichen Raum Alkohol konsumieren, auch konkret geholfen wird. Ihnen soll zeitnah ein zweiter Streetworker zur Seite gestellt und für sie ein Aufenthaltsraum im Zentrum angemietet werden. Die notwendigen Mittel dafür will die Stadt laut Ratsbeschluss bereitstellen. "So kommen wir auch unserer sozialen Verantwortung gegenüber Menschen nach, die aus der Bahn geworfen wurden", betont die CDU-Ratsfrau.