8. März 2018 - Seit 100 Jahren können Frauen in Deutschland wählen und gewählt werden. Genau hundert Jahre gibt es das aktive und passive Wahlrecht in unserem Land, das ist eine Errungenschaft historischen Ausmaßes stellt die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Duisburg fest.

„Was uns heute als selbstverständlich gilt, mussten Frauen national und international erst einmal hart erkämpfen“, so Sigrid Volk-Cuypers, stellvertretende Fraktionsvorsitzende. „Dass Jahrzehnte später mit Dr. Angela Merkel die CDU die erste Bundeskanzlerin stellen würde, war damals noch undenkbar.“ Doch die Einführung des Wahlrechts für Frauen war erst ein Anfang.

Rückblick: Als am 3. Mai 1902 das neu erbaute Duisburger Rathaus eingeweiht wurde, waren zum Festakt im Ratssaal nur Herren eingeladen. Die Damen durften die Feierlichkeiten nur von den Zuschauergalerien aus beobachten. Doch in den folgenden Jahrzehnten konn te ein grundlegender Wandel erreicht werden: 1919, bei der ersten Versammlung der Stadtverordneten in Duisburg, bei der Frauen wählen konnten, wurden vier Frauen von insgesamt 75 Abgeordneten in den Stadtrat gewählt. Mit Irmgard Karwatzki (CDU) wurde 1979 in Duisburg zum ersten Mal eine Frau ins Bürgermeisteramt gewählt, später wurde sie Staatssekretärin in Bonn. Heute sind Frauen im Duisburger Rathaus längst nicht mehr  auf die Zuschauerplätze verbannt, sie gestalten die Geschicke unserer Stadt aktiv und engagiert. Frauen sitzen gleichberechtigt als gewählte Abgeordnete im Ratssaal - auch wenn sie weiter unterrepräsentiert sind: Auf kommunaler Ebene liegt der Frauenanteil bei den Abgeordneten aktuell bei nur 25 Prozent, in Duisburg nur leicht höher: Dem Stadtrat gehörten in der laufenden Legislaturperiode 30 Frauen, aber 55 Männer an. Noch geringer liegt der bundesweite Anteil hauptamtlicher  Bürgermeisterinnen: Es sind nur vier Prozent.