Rainer Enzweiler, Vorsitzender der CDU-Fraktion, sieht dringenden Handlungsbedarf in Hinblick auf die besorgniserregende Brückensituation in Duisburg.

„Es muss dringend etwas getan werden, um den Brücken-Neubau zu beschleunigen und einen Plan B in der Schublade zu haben, falls es zu erneuten Brückenschließungen kommt“, fordert Rainer Enzweiler. Zwar ist die A-40-Brücke wieder für den Verkehr freigegeben, doch sei dies bloß eine Lösung auf Zeit. „Fest steht, dass diese und weitere Brücken zu jedem Zeitpunkt und augenblicklich wieder gesperrt werden können“, betont der Fraktionsvorsitzende. Eine erneute Sperrung bringe nicht nur die Autofahrer aufgrund langer Staus an den Rand der Verzweiflung, auch die Wirtschaft verliere dadurch täglich bis zu 1,2 Millionen Euro am Tag. Die Situation sei auch deshalb so dramatisch, sagt Enzweiler, weil in Duisburg nicht nur die Rheinbrücke Neuenkamp betroffen sei, sondern auch der Karl-Lehr-Brückenzug. „Das Kreuz Kaiserberg, die A 59 und die Situation am Marientor werden uns in den kommenden Jahren noch zusätzlich große Probleme bereiten.“ Und eine Besserung ist nicht in Sicht. Der Verkehr wird in den kommenden zehn Jahren  erheblich zunehmen. Prognosen prophezeien rund 20 Prozent Zuwachs. 

Es müsse schnellstens ein Simulationsmodell entwickelt werden, um sich auf die Folgen  unterschiedlichster Verkehrskatastrophen vorbereiten zu können. „Außerdem muss endlich feststehen, wann welche Brücke erneuert wird, damit sich die Wirtschaft darauf einstellen und alternative Routen und Transportwege finden kann. Denn es kann nicht sein, dass es etwa für den Karl-Lehr-Brückenzug bis heute lediglich Zeithorizonte und keine konkreten Daten gibt“, sagt Enzweiler. Der Chef der Duisburger CDU-Fraktion appelliert an die Stadtverwaltung, sich mit dem Thema seiner Dringlichkeit entsprechend auseinanderzusetzen und mit Hochdruck an Notfallplänen zu arbeiten.