Die Einigung von Thyssenkrupp und Tata über den Zusammenschluss ihrer europäischen Stahlaktivitäten haben bei Thomas Mahlberg, Kreisparteivorsitzender der CDU, gemischte Gefühle hervorgerufen. 

 

„Auf der einen Seite ist es wichtig, für den Stahlbereich von Thyssenkrupp eine nachhaltige Perspektive zu schaffen. Das kann durch die Fusion von Thyssenkrupp und Tata gelingen“, ist sich Mahlberg sicher.

 Die andere Seite der Medaille sei aber der Abbau von zahlreichen Stellen – rund 2000 in der Verwaltung sowie 2000 Stellen in der Produktion sollen wegfallen, davon rund 2000 bei Thyssenkrupp. „Das ist für die betroffenen Mitarbeiter eine Katastrophe. Auch wenn der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger beteuert, dass diese und womöglich noch weit mehr Stellen ohne die Fusion ohnehin weggefallen wären, ist den Betroffenen mit dem Zusammenschluss natürlich wenig geholfen, wenn sie am Ende ohne Arbeit dastehen“, sagt Mahlberg.

Auch Rainer Enzweiler, Vorsitzender der CDU-Fraktion, äußert sich besorgt. Die Ankündigung, dass der Hauptsitz des Gemeinschaftsunternehmens in den Niederlanden angesiedelt wird, sei ein weiterer herber Schlag. Das würde das Aus für Duisburg als Hauptsitz für Thyssenkrupp Steel bedeuten. Auch sei es „ziemlich wahrscheinlich“, so Enzweiler, dass dadurch Arbeitsplätze in Duisburg betroffen seien. „Das ist eine mehr als schlechte Nachricht für den Stahlstandort und die Menschen dieser Stadt, die ohnehin schon mit einer hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat“, sagt der Fraktionsvorsitzende. „Wir müssen alles daran setzen, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Dafür werden wir uns als CDU stark machen.“