Fehlende Vorab-Information der betroffenen Firmen zur Teilsperrung ist nicht nachvollziehbar.

Nachdem am letzten Freitag kurzfristig von der Verwaltung bekannt gegeben wurde, dass ab dem 10. Juni auf dem Karl-Lehr-Brückenzug in weiten Teilen nur noch eine gemeinsame Richtungsfahrbahn für die Straßenbahn und den übrigen Verkehr zur Verfügung steht, wird die Kritik an dieser Maßnahme immer lauter.

Thomas Susen, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, moniert insbesondere die nichterfolgte Vorab-Information der betroffenen Unternehmen. „Da erfahren die unmittelbaren Anlieger von der Teilsperrung der für sie existenziellen Verkehrsader erst knapp eine Woche vorher aus der Zeitung. So geht es einfach nicht. Das Technische Dezernat unter dem Beigeordneten Tum hätte hier in der Pflicht gestanden, vorher den Kontakt zu den Firmen zu suchen. Die jetzige Vorgehensweise ist unakzeptabel und kann nur als absolutes Informationsdesaster bezeichnet werden."

Auch wirft der stellvertretende Fraktionsvorsitzende die Frage auf, warum für den Fall der Fälle nicht längst durchdachte Notfallpläne vorhanden sind. „Dass die Brücke altersbedingt technisch angeschlagen ist, weiß man seit Langem. Warum hat Herr Tum daher nicht längst Dispositionen getroffen, um die notwendige Teilsperrung verkehrstechnisch abzufedern. Beispielsweise hätte er den Einsatz einer Behelfsbrücke – ähnlich der beim Neubau des ersten Abschnitts des Karl-Lehr-Brückenzugs eingesetzten – vorbereiten können. Mit einer solchen Alternativlösung wäre es jetzt möglich, die Straßenbahn weiter auf der alten Brücke verkehren zu lassen und den Individualverkehr über die Behelfsbrücke zu leiten. So ließe sich mit Sicherheit das allergrößte Verkehrschaos in den kommenden vier Jahren abwenden und folglich die Belastung für die anliegenden Unternehmen im Hafen möglichst gering halten", so Susen abschließend.