Das Verhalten der SPD im Wahlprüfungsausschuss löst verständnisloses Kopfschütteln aus: Bekanntlich hat eine von SPD und Linken dominierte Mehrheit am Donnerstag einen ordnungsgemäßen Sitzungsverlauf im Wahlprüfungsausschuss verhindert und sich der Beratung der Drucksache zur Feststellung der Zulässigkeit verweigert. „Wir können diese Verschleppungstaktik nicht verstehen: Erst applaudiert die SPD bei der Übergabe der Unterschriften, jetzt verschleppt sie mutwillig den Termin für die Wahl. Was hindert die SPD daran, die Gültigkeit des Verfahrens festzustellen?“ Da die Initiatoren mehr als die gesetzlich vorgeschriebene Zahl von knapp 54.000 gültigen Stimmen abgegeben haben, geht es nach dem von der rot-grünen Landesregierung geschaffenen Abwahlgesetz jetzt darum, das Verfahren mit der Festlegung eines Wahltermins und den Vorbereitungen der Abstimmung einzuleiten, also rein formelle Beschlüsse zu fassen. Nachdem die Initiative zunächst auf ein zügiges Verfahren gedrängt hat und auch unmittelbar nach der Einführung des Abwahlgesetzes („Lex Sauerland“) mit dem Unterschriftensammeln angefangen hat, stellt sich ganz einfach die Frage, warum die SPD jetzt auf die Bremse tritt. „Warum möchte die SPD keinen schnellen Termin für die Wahl haben? Die Argumente der Abwahlinitiative sind doch allen bekannt, seit Monaten gibt es in den Medien fast kein anderes Thema mehr. Was bewegt die SPD, die Möglichkeit zur Abwahl von OB Sauerland jetzt nicht zu eröffnen, wo sie doch an sich die Abwahlinitiative nach Kräften unterstützt? Haben die Genossen möglicherweise Angst vor der eigenen Courage oder einem unabhängigen Kandidaten, der gegen Oberbürgermeister Adolf Sauerland ins Feld zieht? Für die Duisburger CDU ist klar, dass wir im Sinne der Stadt eine schnelle Entscheidung wollen. Die CDU möchte der Stadt eine monatelange Hängepartie ersparen, in der die Politik sich selbst blockiert. Wir wollen, dass die Bürger baldmöglichst über die Zukunft von Oberbürgermeister Adolf Sauerland abstimmen können,“ so CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Vogt und CDU-Kreisparteivorsitzender und Thomas Mahlberg abschließend.